Motivation ist ein wesentlicher Faktor für funktionierende Lernprozesse. Tatsächlich wird Motivation in der Psychologie mittlerweile auf gleicher Ebene mit Intelligenz als Voraussetzung für erfolgreiches Handeln verstanden. Um Motivation für aktiv gestaltete Lernsettings nutzbar zu machen, müssen wir wissen, welchen Ursprung sie hat, und wie sie verstärkt werden kann. Dafür ist eine Unterscheidung entsprechend des Urspungs der Motivation nötig: in intrinsche Motivation und extrinsische Motivation.
Extrinsische Motivation beschreibt das Ziel oder den Wunsch, eine Leistung zu erbringen, weil die Außenweilt darauf beispielsweise mit einer Belohnung (Schulnoten, Lob vom Chef, Abschluß-Zertifikat usw.) oder mit dem Vermeiden einer Strafe reagiert (Eltern meckern nicht, wenn das Kind die Hausaufgaben erledigt, KundInnen wechseln nicht zu anderer Firma, wenn ein Auftrag fristgemäß bedient wird usw.).
Ist intrinsische Motivation der Grund für eine Handlung, dann wird sie um ihrer selbst willen ausgeführt, die handelnde Person befriedigt damit also eigene Interessen oder Ziele, möchte eine selbst aufgestellte Herausforderung überwinden oder hat einfach Freude an der Handlung.
In aller Regel ist das Vorhandensein von intrinsischer Motivation in einem pädagogischen Setting die günstigere Variante: Erstens fördert sie selbstbestimmtes Lernen auch über z.B. eine Seminarsituation hinaus, zweitens gibt es die Vermutung, dass ein intrinsisch motivierter Antrieb stärker wirkt als ein extrinsischer. Spannend wird es im Zusammenspiel von intrinsischen und extrinsischen Reizen: Was passiert, wenn eine Person eigentlich schon intrinsisch motiviert ist, nun aber in eine Situation kommt, wo sie extern für ihre Handlung bewertet wird? Weiterlesen »